Unterrichtsversorgung: Lehrer in Sachsen-Anhalt sollen eine Stunde mehr arbeiten

„Um dem Unterrichtsausfall entgegenzuwirken, will Sachsen-Anhalts Landesregierung die Lehrerinnen und Lehrer eine Stunde mehr pro Woche arbeiten lassen. Diesen Vorschlag hat Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auf einem Bildungsgipfel am Donnerstag gemacht. Dadurch soll die Unterrichtsversorgung wieder auf 100 Prozent steigen, wie Haseloff weiter erklärte.
Nach Angaben des Ministerpräsidenten würden die Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen-Anhalt dann so viel arbeiten wie in allen anderen Bundesländern. Ziel sei, das System der Schulen in Sachsen-Anhalt zu erhalten. Haseloff verwies auf zahlreiche kleine Schulen im Land und das im Vergleich zu anderen Ländern gute Lehrer-Schüler-Verhältnis.
Die Mehrarbeit soll demnach bezahlt werden oder auf einem Arbeitszeit-Konto landen. Das Land geht derzeit von 1.000 fehlenden Personen aus. Durch die Mehrarbeit sollen 500 dieser Stellen aufgefangen werden. Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) kündigte an, das Vorhaben schnell umsetzen zu wollen. Außerdem soll Geld bereitgestellt werden, damit Schulen auch Nicht-Pädagogen für den Unterricht einkaufen können. Dadurch will das Land weitere 350 fehlende Personen kompensieren.“